1899-2024: 125 Jahre Gasthof Kohlern

Geschichten

1899 war nicht gerade gestern, der Gasthof Kohlern ist jedoch noch wesentlich älter.

Die zwei flachen Schultern, die auf der Bozner Seite in rund 1130 bzw. 1190 m Höhe den Steilhang zwischen der Gipfelkuppe, dem Titschen (1616 m) und dem Bergfuß am Stadtrand von Bozen (270 m) unterbrechen, wurden schon früh für bäuerliche Siedlung gerodet; nach den Urkunden haben das Fraustift Sonnenburg im Pustertal, die Herren von Niedertor und von Forst, die Herren Römer von Maretsch und die von Kuepach in dieser Gegend eine Rolle gespielt. Die Streusiedlung gehörte zur Malgrei Kampenn der „Zwölf Malgreien“, die seit 1850 eine selbständige Gemeinde neben der Stadt Bozen bildeten und 1910 in die Stadt eingemeindet worden sind. Seither reicht Bozen bis auf den Titschen und hat dort seinen höchsten Punkt.

Soweit die Kenntnis zurückreicht, finden sich auf jenen zwei Bergschultern drei große Waldhöfe: Auf der östlichen Schulter stand und steht allein der bis 1979 dem Bozner Spital gehörige Pircherhof, der bereits um 1777 von einer im Jahr 1745 erbauten Kirche und drei dem Spital zinspflichtigen, ansitzartigen „Sommerfrischbehausungen“ von Bozner Familien niedrigen Adels umgeben war, weshalb dann diese Häusergruppe landläufig „Herrenkohlern“ genannt wurde; auf der etwas niedrigeren westlichen Schulter – im Gegensatz dazu dann „Bauernkohlern“ genannt – waren eng nebeneinander der Oberkoler- und der Unterkolerhof entstanden, für die sich später nach den Vornamen eines jeweiligen Eigentümers die heutigen Hofnamen Klaus und Uhl eingebürgert haben, während der frühere Hofnamen „Koler“ dann für die ganze Siedlung auf beiden Bergschultern gebraucht wurde.

Im Jahre 1870 erbaute damalige der Besitzer des Uhlenhofes, der Holzhändler Josef Baumgartner, neben den alten Hofgebäuden in herrlicher Aussichtslage ein Herrenhaus und eine Kapelle.

Im Jahre 1899 erwarb der damals 53jährige Wirt des Gasthofes "Zum Riesen" aus Bozen und spätere Erfinder der 1. Kabinenschwebeseilbahn der Welt, Josef Staffler, den gesamten Besitz des Uhlenhofes mit den dazugehörigen Wiesen und Wäldern.

Das Herrenhaus wurde zum Höhengasthof umgestaltet!

Noch selben Jahr nach der Inbetriebnahme der ersten Schwebeseilbahn der Welt, 1908, wurde der Gasthof von den Architekten des 19. Jahrhunderts mit zwei wundervollen Veranda ausgestattet.

Die beiden Weltkriege brachten bis weit in die Nachkriegsjahre hinein einen aprupten Einbruch bis im Jahre 1965 Anton Schrott den Gasthof von der Seilbahngesellschaft erwarb und am 29. Juni 1966 wieder eröffnete.

Seit 1965 bemüht sich die Familie Schrott um den Erhalt des edlen Gebäudes. Das Haus wurde subtil und stilgetreu renoviert. Der Architekt Zeno Bampi hat der nostalgischen Hülle modernes Leben eingehaucht, ohne die gediegene Ursprünglichkeit zu verletzen. Holz dominiert in den Veranden und auch in der alten Stube. Altes Mobiliar paart sich mit Marmorbädern, aber vor allem mit der Ruhe und Stille dieses Naturschutzgebietes.

 NEU der Infinity-Pool, die Saunaanlage und die Kohlern Alpin-Spa: Nur wo die Natur den Takt vorgibt, kann das Wort Wellness unmissverständlich ausgelebt werden!

Wellnessurlaub in Südtirol am Hausberg von Bozen im Gasthof Kohlern